Partizipation - Mitbestimmung im Alltag

 

Partizipation ist ein großes Wort – doch was bedeutet es eigentlich im Alltag in unserer Einrichtung?

 

Für uns bedeutet Partizipation vor allem, Kinder in ihren Bedürfnissen, Gefühlen, Sorgen, Ängsten und Wünschen ernst zu nehmen. Jedes Kind bringt seine eigene Persönlichkeit, seine eigenen Erfahrungen und Ideen mit. Die Grundlage unseres pädagogischen Handelns ist es, die Individualität jedes einzelnen Kindes wahrzunehmen und wertzuschätzen.

 

 

Partizipation beginnt in unserer Arbeit, im alltäglichen Miteinander. Wir hören den Kindern aufmerksam zu und fragen uns:
Was braucht das Kind? Was möchte es uns mitteilen? Wie können wir es individuell begleiten und unterstützen?

 


Gemeinsam mit den Kindern suchen wir nach Lösungen für ihre Anliegen und schaffen einen Rahmen, in dem sie sich sicher, angenommen fühlen und frei entfalten können.

 

Dabei verstehen wir Partizipation nicht als einzelnes Angebot oder Projekt, sondern als pädagogische Haltung, die fest in unserem Alltag verankert ist.

 

 

Kinder sollen möglichst wenige Barrieren erleben und viele Möglichkeiten zur Mitgestaltung erhalten. Sie erfahren, dass ihre Meinung zählt und dass sie ihren Alltag aktiv mitbestimmen können. Kinder sind Akteure ihrer eigenen Welt!

 

 

In unserem Alltag zeigt sich, wie wichtig es ist, dass Kinder einen Raum bekommen, um ihre Gedanken, Wünsche und Gefühle mitteilen zu können, wie wichtig es ist, ihnen zuzuhören und gemeinsam Entscheidungen treffen zu können. Dieser demokratische Prozess muss geübt und gelebt werden.

 

In diesem Prozess ist für uns ein Selbstverständnis, dass wir die Kinder mit beteiligen z.B. in der Raumgestaltung und bei der Materialauswahl.

 

 

Im freien Spiel wird Partizipation deutlich sichtbar. Die Kinder entscheiden selbst:

 

  • mit wem sie spielen möchten,
  • welches Material sie nutzen,
  • in welchem Raum sie sich aufhalten,
  • und wie lange sie einer Aktivität nachgehen möchten.

 

Selbstbestimmung ist für uns auch, dass Kinder bei Festen, Ausflügen und Projekten beteiligt sind und mitbestimmen können.

 

Rituale und Abläufe werden gemeinsam gestaltet und immer wieder reflektiert.

 

 

Ein wichtiger Bestandteil unserer pädagogischen Haltung ist zudem das Prinzip der Freiwilligkeit. Kinder dürfen selbst entscheiden, ob und wann sie an Angeboten teilnehmen möchten. Wir schaffen Anreize und Möglichkeiten, ohne Druck auszuüben. Denn echte Partizipation bedeutet auch, Nein sagen zu dürfen und die eigenen Grenzen wahrzunehmen.

 

Durch diese Freiräume lernen die Kinder, eigene Entscheidungen zu treffen, Verantwortung zu übernehmen und die Bedürfnisse anderer wahrzunehmen. Sie erleben sich als wichtiges Mitglied der Gemeinschaft und entwickeln Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten.

 

 

Partizipation bedeutet für uns daher nicht nur Mitbestimmung, sondern auch Vertrauen, Wertschätzung und Beziehung. Kinder sollen erfahren:

 

„Ich werde gehört. Meine Meinung ist wichtig. Ich darf mitwirken.“